Studium

Nach dem Abi ging es dann erstmal 13 Monate (einer der letzten) lang in den Dienst des Staates. Ich leistete meinen Zivildienst auf den Therapie Hof in Loxstedt / Düring.

Dann begann ich zum Wintersemester 1999/2000 mein Informatik Studium an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Das Klima dort war im Großen und Ganzen recht angenehm. Der Umgang ist freundlich, man bekommt die meisten Profs gut zu Gesicht und sie stehen meistens auch mal für ein Gespräch zur Verfügung. Die relativ kleine Uni vereinfacht dies doch erheblich.

Thematisch habe ich mich im Hauptstudium auf Softwareentwicklung spezialisiert. Neben den Vorlesungen Software Technik, Informationssystemen und Internet Technologien war die Projektgruppe da am hilfsreichsten. Hier haben wir in einem Team von 11 Leuten einen Marktplatz für Enterprise Java Beans mit Enterprise Java Beans entwickelt. Neben einem recht tiefen Einblick in die Techniken, den wir uns selbst erarbeiten mußten, war die Arbeit in einer recht großen Gruppe schon interessant. Allerdings lief es bei uns wahrscheinlich zu reibungslos ab, aber damit müssen wir jetzt auch leben.

Des weiteren habe ich vom dritten Semester an Tutorien beträut. Hier wird der Stoff der Vorlesung vertieft und auf Klausuren oder Prüfungen vorbereitet.
Angefangen bin ich mit Java und Algorithmen und Datenstrukturen II. Danach habe ich bis zum Ende meines Studiums das Software Projekt mit Proseminar beträut. Im Sommersemester habe ich zusätzlich noch das Praktikum Technische Informatik beträut.
Im WS 2003/04 arbeite ich auch noch im Emilea Estat Projekt. Dort arbeite ich als Software Entwickler in der Abteilung von Prof. Dr. Udo Kamps (Mathematik).
2004 habe ich meine Diplomarbeit zum Thema "Evaluation typischer Rekonfigurationsszenarien an J2EE-basierten Anwendungen" geschrieben. Das Interesse gilt hierbei der Rekonfiguration zu Laufzeit. Dabei sollen einzelne Komponenten ausgetauscht werden, ohne das ein Client etwas bemerkt. Hierzu habe ich mir Szenarien überlegt, die in der Kommunikation zwischen Client und Server auftreten können. Hierzu habe ich mir dann überlegt, welchen Einfluss eine Rekonfiguration darauf haben wird. Diese Überlegungen habe ich dazu verwendet, einige hundert JUnit-Tests zu schreiben und zu generieren, mit denen Application-Server getestet werden können, in wie weit sie die von mir überlegten (teils idealistischen) Anforderungen erfüllen.
Die Tests habe ich in erster Linie mit dem JBoss 3.2.x und 4.0.x in seiner einfachen Form und einer Variante, die voneinem Mitstudenten in seiner Diplomarbeit gerade in diese Richtung erweitert wird, durchgeführt.
Die Ergebnisse sind recht ermunternd, da durch das Proxy Konzept des Jboss-Application Servers die Remote-Referenzen erhalten bleiben. So müssen noch Transaktionssicherung, und Zustände beachtet werden, sowie eine Unterbrechung von Anfragen an Komponenten, die gerade neu deployed werden.
Weitere Tests habe ich mit dem Bea Weblogic 8.1 durchgeführt. Hier hatte ich aber Probleme mit den Corba Remote Stubs. Die neueste Weblogic Version soll ein Konzept für ein Redeployment zur Laufzeit unterstützen. Wenn ich mal zuviel Zeit habe, werde ich das nochmal untersuchen.